Die Sentinel-Lymphknotenbiopsie
Die Gruppe der Wächterlymphknoten umfassen jene, meist in der Achselhöhle befindliche Lymphknoten, die zuerst
von Tumorzellen des Mammakarzinoms besiedelt werden.
Die Wächterlymphknotenentfernung hat das Ziel, die Achsel maximal zu schonen, in dem über einen kleinen Hautschnitt
oder auch über den Schnitt nach ablativer Therapie gezielt einzelne Lymphknoten entfernt werden, um eine Aussage
über einen eventuellen Tumorbefall der Achsellymphknoten treffen zu können.
Am Vortag der Operation wird durch Dr. Lehmann in der Röntgenpraxis am Brüderweg (Kooperationspartner unseres Brustzentrums)
eine Flüssigkeit mit einer feinen Nadel um den Brustknoten herum injiziert, die Eiweißpartikel enthält, an die ein ganz
schwach radioaktiver Marker gebunden ist. Diese Partikel mit dem Marker wandern in die Lymphbahnen und damit in die ersten,
d.h. die Wächterlymphknoten ein. Während der Operation am Folgetag finden wir diese Wächterlymphknoten im Achselgewebe
mittels einer Sonde, die auf diese schwache Radioaktivität mit einem Signalton reagiert. Nun können
wir gezielt diese Lymphknoten entfernen und diese dem Pathologen zur Schnellschnittdiagnostik vorlegen. Falls sich in der
Schnellschnittuntersuchung schon ein Tumorbefall zeigen sollte, müssen wir die Achsellymphknoten nach Standard entfernen.












